
Die ist auch nicht so wirklich meins - normalerweise hätte ich sie vermutlich nicht gekauft. Bei den meisten Modellen haben Christina und ich gesagt, daß die wirklich nur gut aussehen, wenn man eine Modelfigur hat. Solche Modelle dürfen ja auch gerne in einem Heft sein, aber nicht ausschließlich.
Das Titelmodell ist zwar z.B. bis Größe 48/50 angegeben - aber möchte ich wirklich, daß durch das hauchdünne Garn meine Speckrollen und Schwabbel-Oberarme zu sehen sind? Nee, oder? Und da nun was Verhüllendes drunter zu ziehen, ist ja auch nicht im Sinne des Erfinders.
Aber fangen wir mal von vorne an.
“Romanze im Grünen” zeigt “frühlingszarte Designs voller Nostalgie” und ist noch das Thema, wo mir die meisten Modelle gefallen.
Diese Jacke von Evelyn Haase z.B. finde ich sehr süß:

Auch hübsch und eine schöne Farbzusammenstellung (Design von BC Yarns):

Das “Trend”-Thema “bunt getrieben” finde ich durch die Bank buäh - jaja, ich weiß, Color-Blocking ist jetzt modern, aber das hatten wir alles schon mal und zumindest ich will das nicht wieder, nein, nein:


Ursula und Melanie Marxer (Ihr erinnert Euch? Die habe ich hier schon mal vorgestellt) liefern diesmal das Designer-Exklusiv-Modell samt Portrait über die beiden Damen. Das Modell hat diesen im Moment offenbar modernen Flatter-Look mit viel überflüssigem Stoff - nix für mich:

Das nächste Thema ist “Noblesse oblige” (Adel verpflichtet) - “Jacken zelebrieren lässige Eleganz”.
Da gefällt mir die ganz gut - ist auch von den Marxers:

Das für mich schönste Modell im Heft ist diese wunderschöne Jacke von Evelyn Haase - Muster und Farbzusammenstellung sind einfach klasse:

Christina dagegen mag das Modell von Claudia Pacheco:

Was dieses Modell allerdings mit “Eleganz” zu tun hat, muss mir mal jemand erklären. Sowas sehe ich bei uns öfter mal - wenn sie den Altkleidungs-Container entleeren… Schweineteures Garn im Shabby-Look, bah, Gruselschocker Numero Uno (sorry, Frau Schwarberg, sonst machen Sie doch immer so schöne Sachen):

Gruselschocker Numero Due folgt auf dem Fuße in “Feel free” - “Legere Sinnlichkeit im African Style”. Das Modell erweckt den Eindruck, als hätte ein Schwarm Motten darin eine wüste Orgie gefeiert:

Diesen Pullunder hat eine Karola Gottwald entworfen - kennt die jemand? Ich habe den Namen jedenfalls noch nie gehört:

Ja, und da haben wir ihn: Gruselschocker Numero Tre - Mensch, Bernd, warum bringt Ihr denn Garne auf den Markt, die aussehen, als wenn man das Strickstück erst aus dem Altkleider-Container gefischt hat, dann den Motten zum Fraß vorgeworfen hat und schließlich auch noch einmal durch den Shredder gejagt hat? Nee, geht meiner Meinung gar nicht:

Und zu guter Letzt noch meine beiden Modelle am Model - gibt es eigentlich irgend ein Gesetz, das Models unter Androhung von sofortiger, mindestens 10 kg schwerer Gewichtszunahme das Lächeln verbietet? Die gucken oft derart dämlich-möchtegerncool aus der Wäsche, daß ich manchmal das Bedürfnis habe, denen eine zu klatschen. Wenn schon kein Licht der Intelligenz aus den Augen strahlt, würde doch ein kleines Lächeln den Gesamteindruck wenigstens etwas erhellen
Abgesehen davon verstärkt der halbgeöffnete Mund noch den Eindruck der geistigen Minderbemittlung und erinnert mich fatal an diese Gummipuppen aus Flensburg… (merkt Ihr was? ich habe heute meinen grantigen Tag… :mrgreen:)

So sahen übrigens die Entwürfe aus:



So sieht er von hinten aus:

Und auf diesem Foto aus der Prduktionsphase kann man erkennen, daß die “Hose” tatsächlich nur Fake ist, das Ganze ist nur geschickt zusammengenäht (das Nähen ist zugegebenermaßen recht pfriemelig, damit das auch ordentlich aussieht):

Fazit: Naja… kann man kaufen, muss man aber nicht.