Ich habe zwei angefangene Teile, die ich nun wieder ribbeln will, da Projekt und Wolle nicht gut zusammenpassen. Sie liegen aber nun schon einige Monate und ich habe natürlich nur einen Teil der Wolle angestrickt. Werde ich Unterschiede in der Wolle sehen, wenn ich nun aus der geribbelten und noch nicht angestrickten Wolle kombiniert etwas Neues mache? Muss ich wirklich die geribbelte Wolle erst wieder glätten? Oder relativiert sich das vielleicht nach dem Waschen des fertigen Stückes?
Vielen Dank an Carina und das Wollschaf für die heutige Frage!
Also ich persönlich kann auch Garne, die 10 Jahre lang verstrickt rumlagen, gleich wieder verstricken, ohne daß sich ein nennenwerter Unterschied im Maschenbild erkennen lässt und wenn doch eine minimale Abweichung erkennbar sein sollte, geht das beim Waschen weg.
Das liegt aber daran, weil ich mit sehr hoher Fadenspannung stricke und der Faden ganz eng an der Nadel anliegt. Der hat gar keine Bewegungsfreiheit, um irgendwelche Fisimatenten in Form von Wellen oder ungleichmäßigen Maschen zu machen.
Ich ribbele das Gestrick einfach mit hoher Fadenspannung zu einem Ball auf, dabei gehen schon mal die gröbsten Wellen weg und der Rest erledigt sich durch’s verstricken und waschen.
Problematisch könnte das auch bei mir mit sehr unelastischen Garnen wie Leinen oder Seide werden (aber die verstricke ich ohnehin nicht gerne) oder bei Lochmustern, weil der Faden da mehr Platz hat, um aus der Reihe zu tanzen.
Der aber der überwiegende Teil der strickenden Menschheit nicht so extrem fest wie ich strickt, würde ich jedem anderen (außer Martine
die strickt noch fester als ich) raten, die geribbelte Wolle vor dem erneuten Verstricken erstmal zu glätten, denn generell sieht man einen Unterschied, je lockerer das Gestrick und je unelastischer das Garn, um so deutlicher.
Wenn man nach “geribbelte Wolle glätten” googelt, bekommt man jede Menge Suchtreffer mit verschiedenen Methoden und Tipps.
















